Ich war letzte Woche in Bergen in Norwegen.
Mein erster erster Mai im Ausland. Da macht die Internationale auf ein Mal Sinn.
Bergen ist sehr schoen, und jetzt, Anfang Mai, wo die Schueler ihren Abschluss machen, besonders. Denn sie tragen komische rote und blaue Hosen, ziehen tote Fische an Schnueren hinter sich her, krabbeln auf allen Vieren, steigen bei wartenden Autos zur einen Tuer ein und zur anderen wieder aus, und haben andere seltsame Braeuche. Wikipedia erklaert uns den Rest zur Russfeier. Aha.
In Bergen speziell lohnt sich eine Fahrt mit der Floybanen auf den Floyen-Berg. Da kann man runterguecken oder oben rumwandern. Ich bin ja von den hammerharten Klettertouren in den Alpen auf die man mich als Kind mitschluerte einiges gewohnt – aber das war nun eine voellig andere, atemberaubende Aussicht.
Und eine Fjord-Tour lohnt sich auch. Erst hab ich’s ja bereut, mitgekommen zu sein. Nebel, Nebel, nichts als Nebel. On the right side you see the biggest wooden city of Europe. Watt? Ich seh’ nur Waschkueche.
Das war schon eine Farce, wie der Kaeptn da eine Stunde Lang den Nebel beschrieb – und die Fahrt sollte vier Stunden dauern. Aber dann, weiter draussen, klarte es auf, und wir wurden fuer alles entschaedigt.
Die wunderbare Landschaft Norwegens – Berge und Wasser in einer ziemlich aufregenden Kombi. Wasserfaelle, enge Stellen, in denen das Schiff steckenbleiben koennte, voellige Einoede und dann ein paar zufaellig hingestreute Haeuser.
Und wenn ihr mal in Norwegen seit, muesst ihr Lefse essen. Gibts auch ohne Fisch – und mit Zimt. Und Bamse Mums – inkl. Mums.
Was noch interessant ist: Edvard Grieg und Röyksopp kommen aus Bergen, und ein Haufen anderer Musiker auch. Dabei ist die Stadt kleiner als unser olles Bielefeld. Aber regenreicher – 300 von 365 Tagen pro Jahr regen – das haett’ ich nicht gedacht, denn ich habe einen Sonnenbrand. Wer in Bergen einen Sonnenbrand bekommt, kann verdammt stolz sein, hat eine Frau dort zu uns gesagt.
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