Aufgewacht, schnell gefruehstueckt und zu “Steam powered telegraphy” gegangen. Der Wahnsinn, auch wenn die Dampfmaschiiin nicht lief, das Telex war auch solo sehr beeindruckend, und die Vorfuehrung war auch in einem distinguierten Rahmen. Dann “How to Hack the Pfandsystem”, fuer mich als Punkrockgirl natuerlich ein Muss.
Sehr aufwuehlend fand ich den Vortrag “What is terrorism? And who is terrorising whom?” von Anne Roth, ueber die Geschichte der Familie um “Terroristen-”Andrej, die seit Monaten unter massiver Ueberwachung leben muss. Die Geschichte ist so absurd, dass man sie nicht glauben moechte, aber die Vortragende ist leider verdammt glaubwuerdig. Irgendwas laeuft hier im Moment wirklich schief, so schief, dass ich es kaum in Worte fassen kann. Am Ende des Vortrags gab es standing ovations und man hatte das Gefuehl als schwappe eine Welle von Solidaritaet durch den Saal. Hoffen wir mal, dass die oeffentliche Aufmerksamkeit diesem Wahnsinn ein klitzekleines Bisschen Einhalt gebieten kann.
Am Abend ging es erst einmal essen mit mario und gott und den Mainzern, indisch, und gott holte sich die Lassi-Flatrate. Danach tranken Jan, mario, gott und ich noch Kaffee und plauderten ein bisschen.
Mit leichter Verspaetung sahen wir “Design Noir – The seedy underbelly of electronic engineering” von ladyada. Das war genau mein Stil und hat mir sehr gut gefallen. Dann kam “Programming DNA – A 2-bit language for engineering biology” von Drew Endy vom MIT. Drew erkleaerte also dem Saal voll Nerds, was Gentechnik ist, sowas habe ich ja auch ein bisschen in meinem Studium gelernt. Der Vortrag war sehr gut verstaendlich, und es gab auch witzige Beispiele, wie z.B. die Veraenderung des an sich eher uebel riechenden Bakteriums E.coli, das dann nach Bananen und Minze roch.
Dann guckten wir ein bisschen drolliges “DNS Rebinding And More Packet Tricks” von Dan Cuminsky. Und am Schluss das Highlight des Abends, “I can count every star in the heavens above but I have no heart I can’t fall in love”. – The image of computers in popular music von Johannes Grenzfurthner. Ein weiteres persoenliches Highlight fuer mich, Johannes hatte neben etlichen obskuren bis schrecklichen Kapellen auch Abwaerts und Der Plan und andere gute Interpreten (meine Meinung
) aus den Weiten des Internets geklaubt. Ein feiner Tag!





















Johannes hat schon ziemlich gräusliche Stücke harausgesucht, da hätte ohrenfreundlicheres finden müssen