Re:publica, Tag 2

Start mit einer angenehmen Dusche im Heart of Gold, dann Fruehstueck und einmal ueber die Strasse geschlappt. Sean Bonners Vortag geht um die Idee, Medien wieder “lokaler” werden zu lassen, da betroffene Berichterstatter vor Ort besser sehen, wo die eigentlichen Probleme bei einer Sache sind, und mehr mit dem Herz am Thema haengen.

Dann war ich bei cave goes Pop, einem Kunstprojekt in Second life (und im Meatspace, nech). Das Projekt sellingthe.net gefiel mir besonders, wegen der Regeln, wie hier Kunst verkauft wird:

Siebtens:
Der Kaufpreis eines Unikats errechnet sich durch die Formel
‘Basiswert x ( Zwei hoch Seriennummer )’ in Euro.

Achtens:
Bei Manifestation eines Unikats mit der Seriennummer x, erhält der Käufer des Unikats mit der Seriennummer x Minus Eins, welches Teil des selben Multiples ist, seinen vollen Nettokaufpreis zurück.

Dann Bloglaw reloaded. Hier konnte ich ein bisschen was lernen, aber auch old-boys-network-Gerede, das war ein bisschen langweilig. Insgesamt durchaus okay und informativ.

Dann kam ein Vortrag ueber The Pirate Bay, unser aller Bittorent-Filesharing-Hafen. Der Vortragende Pater Sunde war souveraen und lustig. Er hat ein bisschen ueber die Geschichte des piratebay erzaehlt, und es gab auch sehr schoene Fotos von Servern, Razzien und Demos, in Schweden sind wirklich Massen von Leuten dafuer auf die Strasse gegangen. Das “hat man ja schon mal gehoert”, aber so praesentiert war es schon eindrucksvoll. Das ist eine lustige Piratenbande. The revolution will not be televised – it will be downloaded.

Dann ein bisschen Advocacy 2.0: Digitaler Aktivismus und Pause.

Nach der Pause dann “Musik im Netz – Was bedeutet das Internet für Musiker, Labels und die Hörer?” mit Lars Lewerenz von Audiolith, Sascha Kösch von De:Bug, Johnny Haeusler, Tim Renner von motor.de und Timor Kodal vom Netlabel Pulsar.
Bisschen Inhaltsleer, weil die Diskussion irgendwie mehr um “wir lieben Vinyl”, “die Haptik ist wichtig”, “was ist mit den Kuenstlern?”, “was ist Musik noch wert?” usw. als dass irgendwelche schoenen Visionen ausgemalt und entwickelt wurden. Na ja, vielleicht habe ich mir das auch falsch ausgemalt.
Der Audiolith-Lars war auf jeden Fall der Hammer, und hat den ganzen aelteren Herren aus der Gespraechsrunde T-Shirts mitgebracht. Ich hab nen Stapel Sticker abgestaubt. Die Jugend liebt ja Audiolith, nech. :)

Danach, wie man es schon zwitschern hoerte, kam “frist they twitter – then they shit on your head” vom Herrn Grenz von Monochrom. Yeah. Dem ist nichts hinzuzufuegen. Ausser vielleicht, dass das Highlight aus dem Verlesen der Kommentare dieses Videos bestand:

Das Jeopardy war verdreht, also Fragen und Antworten. Aehm, naja.
Und dann kam der Auftritt der Band aus dem Pferdekatzenland – The toten Crackhuren im Kofferraum. Mein Lieblingshit war der Song mit dem Katzenfleisch. Die glitterten und kreischten ganz schoen, aber weil Ponykoepfe an den Mikrostaendern waren, kann’s nicht verkehrt gewesen sein. :)

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