Archive for the 'blue room' Category

Rabatz’s not dead

Aufruf an alle!!!

Mobilisert für die Ratsitzung am Donnertsag, 26.03. um 17.00 Uhr in Paderborn.

Dort wird im großen Ratsaal im Paderborner Rathaus erneut über das RABATZ bzw. auch die Prozesse gesprochen. Wichtig ist, dass viele Menschen dabei sind. Es geht vielleicht um die Einstellung der Prozesse. Aber auch wenn man beider CDU-Merheit im Rat wahrscheinlich wenig erreichen kann, so sollte man zumindest Präsenz zeigen und wer weiß was nach einem abgelehnten Antrag noch passieren kann… (haltet euch den Abend frei!)

Also extrem wichtig, wenn sich RABATZ nicht sofort geschlagen geben will, kommt vorbei. Zeigt das RABATZ noch nicht tot ist!!!

Für kulturelle Freiräume in Paderborn!!!

Donnerstag, 26.03. 17.00 Uhr Ratssitzung im Paderborner Rathaus. Treffen eine Viertelstunde vorher!!!

Chaostage – Der Film – Premiere

Im Jahr 1996 war ich 15, und Moses Arnd, Papa des Zap-Fanzines, schrieb den Roman Chaostage.
Ich war sofort begeistert von diesem Trash-Roman mit reichlich kleinen Details zur erlebten Geschichte von Punks und verwandten Subkulturen in wunderbar ekeliger Sprache und mit Sex, Drugs und Rock’n'Roll.
Dann rotteten sich im Jahr 2007 alle moeglichen alten Punk-Saecke und -Saeckinnen um Tarek, den Regisseur zusammen und es entstand ein Film zum Buch, bei dessen Dreh ich viel Spass beim schmeissen von Papp-Pflastersteinen und kaputtmachen von Autos hatte.
Am Tag der Deutschen Einheit 2008 war die Premiere des Bastards aus Doku und Romanverfilmung, und zwar – in Hannover. Zunaechst sollte ein Konzert mit Toxoplasma und anderen sein, wo wir zu unserem Glueck nicht hinfanden und daher nicht eingekesselt und festgenommen wurden, wie 72 Mitpunkrocker. Wir wollten ja auch nur ins Kino. Durch jahrelange Erfahrung im Punkbusiness :D versuchten wir unser Glueck als Profischnorrer, um Premierenkarten zu ergattern. Im Endeffekt mussten wir das erschnorrte Baendchen nicht vorzeigen und kamen ohne Kontrolle in den Kinosaal, man muss nur entschlossen auftreten.

punkrock maritim

punkrock maritim, Bild von www.haz.de

Der Film war ein bisschen befremdlich durch die Doku- und O-Ton-Schnipsel, die die Romangeschichte in ihrem Fluss unterbrachen. Diese Schnipsel waren zum Teil aber hoechst unterhaltsam im Stil des bekannten Chaostage-Videos “Kampf der Welten”. Und auch die sich aeussernden (Babette Vageena, Ben Becker, Tobias Scheisse, Moses Arnd, Karl Nagel, Ralf Richter, Wally Toxoplasma, Martin Semmelrogge, Wolfgang Wendland, Claude-Oliver Rudolph, Don Chaos, Willi Wucher, …) und die Schauspieler (Pestpocken-Danny, Fichli, Erich Zander, Rolf Zacher, Helge Schneider, ..) waren eine lustige Mischung aus den Assis unter den Stars und den Stars unter den Assis.
Ich wette, in 10 Jahren wird der Film, obwohl er niemals Massenpublikum anziehen wird, ein Kultfilm sein wie “Kampf der Welten”. Die Stimmung im Saal war jedenfalls die Bombe.

Ach ja, die Aftershowparty. Die war nach der Lobhudelei im Maritim-Hotel, und auch hier gelangten wir mit forschem Auftreten ohne Probleme und ohne Karte in den Saal. Ein bisschen wie VoKue unterm Kronleuchter – und ein DJ, der guten alten Punk auflegte. Wir froenten den freien Leckereien und Cocktails, und ich diskutierte die Nachtischvariationen mit Ralf Richter und Gloeckchen. So laesst sich’s leben, und der Indymedia-Artikel, der behauptet, als Streetpunk ohne Karte sei man nicht in die Vorstellung gekommen, luegt. Man kommt sogar zur Aftershowparty. :lol:

Fresenhagen 2008

Am Donnerstag Abend rief mich der Ralfi an und sagte “morgen frueh um 7 sind wir dann bei dir” – mooment, davon wusste ich ja gar nichts. Hinter diesem Scherz versteckte sich tatsaechlich eine Einladung, in weniger als 12 Stunden mit nach Fresenhagen in der Naehe von Flensburg zu fahren.
Das war ‘ne Sache von 2 Minuten und ich war dabei. Und am naechsten Morgen um 7 fuhren Ralf, Nicole, Jessica, linse und 2 kleine Hunde in Richtung Norden zum Rio-Reiser-Haus. Da findet jedes Jahr ein Festival anlaesslich Rio Reisers Todestag statt, und wir fuhren als Helfer mit. Das erste Mal war ich nach dem Abi 2001 dort gewesen.
Genau wie damals hoerten wir sechs bis sieben Stunden spaeter, als wir in Fresenhagen in die Strasse einbogen, das Lied “Land in Sicht”. Ein bisschen wie nach Hause kommen. :-)
Wir wurden auch direkt freundlich begruesst und wenig spaeter gab es ein kurzes Einfuehrungstreffen fuer uns insgesamt ungefaehr 20 Helferinnen und Helfer.
Ich hatte mit Jessica und Olli Bierwagen- und Klopapier-Dienst, wobei ich noch nie in einer Kneipe gearbeitet oder gezapft habe und schon sehr gespannt war. Erstmal haben wir noch ein bisschen Gemuese geschnitten, fuer die Gemuesepfannen-Gaeng, in der Nicole mitmachte. Und dann waren wir auf dem Dachboden, um Klopapier zu suchen. Das war ja schon spannend, da oben waren jede Menge alte Plakate von Ton Steine Scherben, und komische Dinge wie z.B. riesige Mengen Verkehrspolizisten-Kellen und Lochzangen. Und eine voll ausgestattete Werkstatt. Na ja, das Klopapier war auch da und eine Menge Spinnweben.
Gemuesepfanne, Imbissbude und Bierwagen wurden vor “Winnetous Garagen” (vielleicht bekannt aus dem Lied “Sumpf Schlock”) aufgebaut und wir fanden auf dem Dachboden auch noch Beleuchtung fuer die Buden.
Um sieben haben wir dann den Bierwagen aufgemacht und um acht begann das Konzert. Heute, am Freitag, spielten die wilden 13, Lembek, Boutique Rouge und Werner Bettge. Ich lernte Bierzapfen und abrechnen und das ist ja echt mal ein lustiger Job wo man sieht was man erreicht hat :wink: im Gegensatz zum Programmieren, wo man sich alles vorstellen muss. Zwischendurch noch mal Klopapier Nachgelegt auf den Dixis, und mal in den Konzertraum geschaut, aber hauptsaechlich waren wir auf dem Wagen beschaeftigt.
Na ja, so gegen 2 gings dann ins Bett, und ich merkte dann auch, dass ich bei dieser Arbeit doch ganz schoen herumgerannt war und koerperlich gearbeitet hatte und konnte super schlafen im “Sternchen”-Zimmer.

Am naechsten morgen gab es ein richtig leckeres Fruehstueck mit Ei und Broetchen und Orangensaft.
Zwischendurch spielte ich eine Art Tetris als Brettspiel, das kann ich echt empfehlen. Dieser Tag stand eher im Zeichen der etwas anderen Auffuehrungen. Zuerst gab es eine Auffuehrung des Kinderzirkus Spontani. Dann folgte ein Akustik-Konzert der Torsten-Breitkopf-Combo, wobei mir diese drei seltsam bekannt vorkamen und ich spaeter im Gespraech herausfand, dass sie aus Bielefeld sind. :smile:
Spaeter gab es eine Lesung mit Hartmut Rexin aus dem Buch „Herr Fresssack und die Bremer Stadtmusikanten“ im fuer mich noch neuen Fresenhagen-Museum. Es handelt sich hierbei um ein Projekt mit Rio Reiser, ein Kinderbuch mit CD, was durch seine Botschaft und den besonderen Humor nicht nur den anwesenden Kindern gefallen hat. Die Lesung war fuer mich eines der Highlights dieses Wochenendes.
Aber es wurde noch besser, denn um 20 Uhr fuehrte die Gruppe Rios Raben eine Revue ueber das Leben von Rio auf. Bis dahin hatten wir den Bierwagen geoeffnet und schon eine grosse Runde verkauft, so dass ich die Revue zum groessten Teil mit ansehen konnte. Es gab 2 Schauspieler, die die verschiedenen Seiten von Rio darstellten, abwechselnd in Liedern und gespielten und gesprochenen Passagen. Dazu gab es eine ziemlich professionelle Show, mal schaukelte Rio waehrend eines Songs im Bohemien-Style im Kronleuchter hoch ueber der Buehne herum, mal sass er wie der “Mann im Junimond”, und in einer grossartigen Szene zu dem Song “Geld” traten beide Rios mit Smoking und Zylinder auf und sammelten Geld aus dem Publikum um es anschliessend zu verbrennen. :twisted:
In den Pausen ging es wieder auf den Wagen, auch waehrend spaeter noch die Band ZeitZeuge spielte. Dann machten wir den Wagen zu und alle Helfer trafen sich mit dem uebriggebliebenen Publikum in der Disco in Winnetous Garagen. Das war fein, wie hier Hippies und Punks und Rocker und normale, alte und junge, arme und reiche nebeneinander tanzten. Hauptsachlich kam so Rock- und Hippiemusik wie z.B. Led Zeppelin, Black Sabbath, Lowrider von War, usw und natuerlich Rio und Scherben. Nicole und ich wuenschten uns ein bisschen Elektro, und da gingen alle genauso drauf ab – eine feine Sache, mit Leuten zu tanzen, deren Leben sich um Musik dreht.

Nach einer kurzen Nacht, wieder einem leckeren Fruehstueck und einer langen Verabschiedungsserie traten wir dann am Sonntag unseren ja doch recht langen Heimweg an. Immer wieder toll, was man in Fresenhagen fuer Menschen kennen lernt und Geschichten hoert. Auf der Rueckfahrt wurde ich dann noch des schwarzpinkelns ueberfuehrt, weil ich durch das Kinderloch an der Raststaettentoilette geklettert war. Und zu Hause versteckten meine 3 Mitfahrer in der gesamten Kueche Kartoffeln, die ich auch jetzt noch, 4 Tage spaeter, ab und zu irgendwo finde. :lol:

Sie sehen ja so lila aus, wie kommt’s?

Hier auf der Re:publica ist es ja neben Visitenkarten-Tauschen, Sakko-Tragen und sich mit Namen und URL vor dem Redebeitrag vorstellen auch total in, sich filmen zu lassen. Gerade hat mich, obwohl ich gar nicht beruehmt bin, wahrscheinlich aus versehen auch so ein Team interviewed. Und startete das Gespraech mit obigem Satz, “Sie sehen ja so lila aus, wie kommt’s?”.
Also nein. Was ist denn das fuer eine Frage. Ich glaube ich bin die falsche Zielgruppe fuer dieses Gespraech.
Wiessen sie, ich trage lila, weil das die Farbe der unbefriedigten Frau ist. Das sagt man doch so, oder?
Nein, ich trage lila, weil das im Kleiderschrank oben lag.
Wen interessiert das ueberhaupt? Haeh? In der Frage kommt gar nicht das Wort Blog vor. :lol:

Ich glaube ich bin verliebt…

…in Cameltoe Supreme. Am Wochenende haben wir auf der Trashtime-Party im Kamp ein Konzert von Naed Mika und Cameltoe Supreme gesehen. Das war grosstartig und wirklich ganz besonders trashig. Und dann waren da noch die Maedchen von Tolllkirsche, die so ulkige Sachen verkauft haben. Die Augenfoermigen Rucksaecke mit dem Namen Linse waren mein Favorit.

Hier ein kleines Video, was das Erlebte natuerlich kaum wiederspiegelt. :D

Kochen fuer viele

Teil I: Vorbereitung

Wir vier, also Corny, Puffke, Jan und ich (schirmili), hatten dieses Jahr die Ehrenvolle Aufgabe, die Kueche fuer das Weihnachtswochenende zu schmeissen. Eigentlich hatten wir noch einen fuenften Koch im Team, und viele kleine Helferlein, aber dazu spaeter mehr.
Von den Anforderungen her heisst das konkret, ein Weihnachtliches Menu ueber ein gesamtes Wochenende fuer ungefaehr 40 Menschen zu planen und zuzubereiten. Eine ganze Menge hungrige Maeulchen – Wie macht man denn sowas?

Wir bekamen zunaechst von Nico und Simeon einen Ablauf-Plan :

Freitagabend: Warm
Samstagmorgen: Kalt
Samstagmittag: Kalt
Samstagabend: Warm
Bunter abend: Tschai + Bratäpfel+ Kekse
Sonntagmorgen: Kalt
Sonntagmittag: Lunchpakete

Okay, das war natuerlich noch ein bisschen vage, und so begannen Jan und ich, unsere Gehirne anzuwerfen. Daraus ergab sich eine lange Liste von Ideen, viel zu viele Sachen, um sie alle an einem Wochenende zu kochen und vor allem zu essen. Wir b(e)rieten also im Kuechenteam kurz den ersten Entwurf, und Jan und ich machten uns an die naehere Auswahl. Dann kam das beste, das Probekochen.

In einer Kamikazeaktion suchte ich an einem Freitag nach der Arbeit die Rezepte der engeren Auswahl zusammen, und wir kauften erst mal alles moegliche ein, natuerlich gerade noch kurz vor Ladenschluss.
Dann testete Jan ein orientalisches Lauch-Rezept und Auberginen-Rezept aus Thorstens geheimem Arsenal. Ausserdem testeten wir die Brataepfel.
Der Lauch und die Auberginen waren grossartig, aber leider aufwaendig in der Vorbereitung, und geschmacklich wahrscheinlich eher was fuer die Aelteren. Da wird sich noch eine Gelegenheit finden, wir waren sofort suechtig, vor allem nach dem geschmorten Lauch.
Waehrenddessen hatte ich die Brataepfel vorbereitet und in den Ofen geschoben, und auch etwas Vanillesosse gemacht. Zum Bratapfelessen mussten wir dann meinen Mitbewohner einladen, da wir schon so viel probiert hatten, und den dritten Apfel niemals geschafft haetten.

Am folgenden Tag machten wir uns noch mal den genialen geschmorten Lauch, und probierten abends die Pilzpfanne aus. Hier mussten wir uns einen weiteren Jan einladen, weil Jan und ich allein das Essen nicht geschafft haetten, und mein Mitbewohner nicht da war. Als wir den anderen Jan anriefen, und sagten, das Essen sei fertig, war er sehr verwundert ob dieser spontanen Einladung, kam aber vorbei und fand das Essen wohl auch lecker. :)

Die Kartoffelsuppe “tolle Knolle”, die es am Freitag geben sollte, hatten wir schon viele male gekocht, sie war der Trick, mit dem ich Jan ueberzeugte, dass Kartoffeln lecker sein koennen. Das Rezept fuer die Suppe habe ich in der Grundschule gelernt, und wir mussten auch in einem Aufsatz beschreiben, wie man diese Suppe kocht.

Bis zum Montag hatte sich folgender Menuplan herauskristallisiert:

Freitagabend: Warm
Kartoffelsuppe (noch was tolleres? Leute haben viell. schon warm gegessen?)
Schoener Nachtisch (Obstsalat?)
Tee: Rot, Advent, Apfel

Samstagmorgen: kalt
Muesli, Brot, Butter, Margarine, Nutella, Marmelade, Honig, Wurst: Salami und Fleischwurst, Kaese: Gouda, Streich und Huetten-
Tree Schwarz, Apfel, Kakao
1 Mandarine/Banane pro Person

Samstagmittag: kalt
Brot und Aufstrich, irgendwelche tollen Salate
Obstsalat oder Quark?
Obst + Gemuese nach Saison ;)
Tee Schwarz, Apfel, Rot

Samstagabend: Warm
Pilzpfanne (wie Weihnachtsmarkt) mit Reis
kein Nachtisch wg Buntem Abend

Bunter abend: “Tschai + Bratäpfel+ Kekse”
Brat-Aepfel und Vanillesauce
Plaetzchen? Muerbeplaetzchen, Kipferl, Lebkuchen -> Gilde oder Kaufen
Brot backen mit Ei/Oliven/Tomaten/Kaese usw drin? Walnussbrot?
Knoblauch-Dipp? -> Gilde oder sein lassen :D
Adventspunsch – Tschai (weniger klebriger Tschai, mehr Weihnachstgewuerze ;) )

Sonntagmorgen: Kalt
Sonntags-fruehstueck: Broetchen, Eier, O-Saft, das uebliche

Sonntagmittag: Lunchpakete
Reste ;-)
je 2 Stullen Wurst/Kaese
Gekochtes Ei wenn uebrig (paar mehr machen)
Paar Plaetzchen
Obst/Gemuese
Tee

Zusaetzlich zum Menuplan hatten wir noch ein Rezeptheft vorbereitet.
Daraus errechnete ich dann die Mengen, die wir einkaufen mussten.

Teil II: Am Wochenende

Jan und ich fuhren nachmittags mit dem Zug von Bielefeld nach Paderborn, wo wir Corny und die anderen Pfadis trafen. Wenig spaeter kam Puffke mit dem Auto von Simeons Eltern vorbei, mit dem wir zum Einkaufen fahren wollten. Das Auto war bereits so voller Material, dass wir uns fragten, wo denn die Einkaeufe noch hin sollten, aber Puffke war ruhig und unbesorgt, und er sollte recht behalten. Corny fuhr aber sicherheitshalber mit dem Zug mit, so dass wir einen Autoplatz mehr fuer das Essen hatten.
Wir fuhren dann zum Suedring und kauften ueber drei gehaeufte Einkaufswagen Essen, die Puffke wie ein Zauberer im Auto verstaute! Ich bin noch heute begeistert, dass alles reingepasst hat, neben dem Waeschekorb, den Fackeln, den Gitarren und Schlittschuhen und unseren Rucksaecken.
Jan und ich hatten im Zug noch die Einkaufsliste nach Regalen geordnet, so dass der gesamte Einkauf in 2 Stunden ueber die Buehne war, und wir schon wenig spaeter im Naturfreundehaus in Veldrom/Schnat ankamen.
Als erstes bestaunten wir die Kueche. Eine richtige Grosskueche, etwas aelter schon, aber mit viel Platz und ausreichend Pfannen und Toepfen! Toll! Sogar mit Vorratskammer.
Wenig spaeter war das Auto leer und die Vorratskammer voll.
Puffke machte erst einmal Tee. Das gesamte Wochenende sorgte Puffke fuer einen stetigen Fluss an warmem, leckerem Tee, und trug entscheidend zur Gemuetlichkeit bei. Total super, vor allem der Blutorangen-Tee.
Dann begannen wir mit der Schnipselarbeit, denn heute sollte es die Kartoffelsuppe geben. Puffke las dabei laut den Menuplan vor, da stand aber noch viel mehr drauf als wir eigentlich ausgewaehlt hatten. Wir amuesierten uns jedenfalls koestlich, waehrend wir mit vielen fleissigen Helfern Kartoffeln, Moehren und Lauch schnipselten.

Kartoffelsuppe mit Wurst

Zutaten für 40 Portionen
300 g Fett
7500 g Lauch
20 große Karotte(n), groß
7500 g Kartoffeln, mehlig
15 Liter Brühe
Salz
Pfeffer
Muskatnuss
Majoran oder Petersilie
2000 g Frischkaese
40 Paar Würste (Wiener oder andere Würstchen nach Belieben)

Zubereitung
Karotten und Lauch waschen und klein schneiden. Kartoffeln schälen und ebenfalls würfeln. Karotten und Lauch in heißem Fett andünsten. Kartoffelwürfel zugeben, mitdünsten. Mit Salz, Pfeffer und Majoran/Petersilie würzen und mit der Brühe aufgießen. Garzeit ca. 30 bis 45 min. Gemuese in der Suppe puerieren und Frischkaese zugeben, erhitzen. Zum Schluss nochmals gut abschmecken.
Würstchen in Wasser heiß werden lassen, aber nicht kochen, sonst platzen sie.

Beim Kochen der Suppe stellte sich heraus, dass wir irgendwie vollkommen vergessen hatten, Bruehe zu kaufen, wir konnten aber zum Glueck vom Vermieter des Naturfreundehauses Bruehe ausleihen.
Corny entpuppte sich schon bei diesem ersten einfachen Gericht als die Koenigin des Wuerzens. Mir fiel hingegen dauernd dauernd die Muskatnuss beim Reiben in die Suppe.
Neben der Suppe bereiteten wir auch noch den Nachtisch vor, einen winterlichen Obstsalat:

Winterlicher Obstsalat

Zutaten für 40 Portionen
20 Apfelsine(n)
20 Äpfel
20 Banane(n)
350 g Mandeln, gehackt
300 g Schokoladenraspel
300 ml Orangensaft
1 grosses Flaeschchen Rum-Aroma
6 Becher Schlagsahne

Zubereitung
Apfelsinen schälen, in Spalten teilen und diese klein würfeln. Äpfel schälen, Kerngehäuse entfernen und ebenfalls würfeln. Bananen schälen, eventuell halbieren und in ca. 3 mm dicke Scheiben schneiden. Alles mit den Mandeln und der Schokolade vermischen und den Orangensaft und das Rumaroma dazugeben. Mehrere Stunden abgedeckt kühl stellen, am besten über Nacht.
Beim Servieren kann zusätzlich Schlagsahne gereicht werden.

Dann gab es erst einmal die Suppe und die Wuerstchen, und spaeter dann den Nachtisch in der Pause des Films, den wir abends sahen. Als der Film nach dem Nachtisch weiterlief, hoerte man ein Kratzen und Schmatzen aus den hinteren Reihen und am Ende des Films waren alle Reste des Obstsalats auf seltsame Weise verschwunden.

Der naechste Morgen begann mit einem Fruehstueck mit Muesli, Brot, Aufschnitt und Aufstrich und Obst, und schoenem warmen Tee. Nach dem Fruehsueck wurde die Kueche aufgeraeumt und wir gingen kurz einkaufen, um die freundliche Leihgabe, die Bruehe, zurueckzugeben.

Mittags sollte es kaltes Essen geben, wir bereiteten also nach unserer Rueckkehr einen grossen bunten Salat vor.
Zwischendurch machten wir noch Zwiebelbrot fuer den bunten Abend, wofuer eine tapfere Person viele Zwiebeln schnitt! Zum Nachtisch machten wir Pfirsichquark. Die Rezepte fuer dieses leckere Mittagessen und das Zwiebelbrot stammen von Jan.

Am Abend, nachdem die anderen hungrig vom Gelaendespiel zurueckkamen, sollte es eine Pilzpfanne geben, inspiriert vom Weihnachtsmarkt:

Pilzpfanne

Zutaten für 30 Portionen
375 g Margarine, oder Butter
23 Zwiebel(n)
2000 g Hackfleisch, vom Rind
Salz und Pfeffer
3500 g Pilze, küchenfertig
eine ganze Menge Petersilie
Reis

Zubereitung
In dem erhitzten Fett die fein geschnittenen Zwiebeln andünsten, das zerpflückte Hackfleisch und die klein geschnittenen Pilze zugeben und etwas würzen. Ca. 20 Min. schmoren lassen und mit den gehackten Kräutern bestreuen.
Dazu Reis.

Und fuer die Vegetarier machten wir eine Version mit Kaese:

Pilzpfanne mit Käse / Schwümm mit Chäs (Schweiz)

Zutaten für 10 Portionen
2000 g Pilze
100 g Butter
2,5 Zwiebeln
100 ml Sahne
2,5 EL Mehl
Salz und Pfeffer
180 g Käse (Emmentaler), gerieben
eine nicht ganz so grosse Menge Petersilie, fein gehackt
Reis

Zubereitung
Die Pilze putzen und halbieren. Butter erhitzen, die feingeschnittene Zwiebel beigeben und goldgelb rösten. Die Pilze unterrühren und dünsten, wobei sich die Garzeit nach der Größe der Pilze richtet.
Zum Schluss Sahne mit Mehl verrühren und den entstandenen Saft damit binden. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den geriebenen Emmentaler vorsichtig unterziehen, mit gehackter Petersilie bestreuen.
Sofort mit Reis servieren.

Bei der Pilzpfanne ist vor allem Klaus lobend zu erwaehnen, der die ganze Zeit unser stiller fuenfter Helfer in der Kueche war, und fuer die Pilzpfanne unermuedlich Zwiebeln schnitt, insgesamt ungefaehr 30 Stueck. Grandios!
Mit den Vorbereitungen fuer die Pilzpfanne waren wir so gut dabei, dass wir beinahe einen Fruehstart hingelegt haetten. Es war ein richtiges Kuechenfieber ausgebrochen, und wir brieten schliesslich in zwei Pfannen und einem riesiegen Braeter parallel. Man soll den leckeren Geruch bis in den Wald zum Gelaendespiel hinauf gerochen haben, kein Wunder bei 30 Zwiebeln. Auch bei diesem Gericht war Corny wieder die Meisterin des Wuerzens. Insgesamt hackten wir uebrigens auch 2 riesige Straeusse Petersilie.

Die Pilzpfanne gab es dann zusammen mit dem uebrigen Salat vom Mittag.

Da wir schlau waren, hatten wir in der Kueche die Sachen fuer den bunten Abend schon vorbereitet, so dass wir abends mit zum Steinbruch zu den Aufnahmen gehen konnten. Das hat sich auch sehr gelohnt, die Aufnahmen waren wirklich sehr schoen. Nach dem Abschluss joggten Puffke, Jan und ich zurueck, um die Brataepfel in den Ofen zu schieben, bei deren Vorbereitung besonders michi grossen Spass hatte:

Geküsster Bratapfel

Zutaten für 40 Portionen
40 große Aepfel
1,5 kg Quark (Magerquark)
50 g Zimt
250 g Honig
200 g Nüsse, gehackte oder Krokant
2 Packungen Chateau Nuss (Ferrero Küsschen von Aldi)
n. B. Honig
n. B. Butter

Zubereitung
Das Kerngehäuse aus den Aepfeln stechen und diese etwas aushöhlen. Den Quark mit dem Zimt, dem Honig und den Nüssen verrühren. Dann die Füllung in den Apfel geben. Ein Ferrero Küsschen oben reinstopfen. Mit Honig beträufeln und/oder mit Butter einstreichen (hatten wir vergessen, machte aber nichts).
Im vorgeheizten Backofen bei 200°C etwa 15 Minuten braten. Heiß servieren.

Dazu Vanillesosse aus 5 Litern Milch, Puddingpulver fuer 2,5 Liter, einem Becher Sahne und 2 Vanillestangen.

Waerend die Aepfel im Ofen brieten, empfingen wir die inzwischen Heimgekommenen mit heissem Tee (an Puffkes genialer Erfindung, der “Teestation”) und verteilten das Zwiebelbrot. Mit einer Hand ruehrten wir auch noch im Weihnachts-Tschai-Topf.

Dieser Tschai bestand aus den geheimen Tschaizutaten, dem Sternenhimmel aus gehackten Mandeln im Tschai, und fuer die Weihnachtliche Note dazu etwas Kardamom und Zimt, und Orangenscheiben, die leider waehrend des Hochtragens ein bisschen bitter wurden und die Gewuerze einsaugten, das war in der Kueche noch leckerer, haetten wir mal vorher ausprobieren sollen.

Dann gab es die Brataepfel mit der Vanillesosse mit echter Vanille, und die kamen gut an und die Anzahl ging ueberraschenderweise auf den Apfel genau auf. Ausserdem hatten wir ein paar Keksteller vorbereitet.
Insgesamt hatten wir einen schoenen bunten Abend mit toller Stimmung, und sehr gemuetlich.

Am naechsten Morgen habe ich (schirmchen) erst einmal verschlafen. In der Zwischenzeit hatten die anderen Smutjes in der Kombuese ein traumhaftes Sonntagsfruehstueck mit Eiern, Broetchen, Kakao und Orangensaft vorbereitet. Als ich verschlafen in der Kueche eintraf, konnte ich direkt zum Esstisch weitergehen. Ein prima Kuechenteam!
“Leider” fanden alle das Fruehstueck so lecker und waren so satt, dass kaum einer glaubte, jemals wieder hungrig werden zu koennen, und die Lunchpakete nur unter grossem Zoegern gepackt wurden. Hihi.

Nach dem abschliessenden Grossreinemachen in der Kueche und dem Abschlusskreis brachten wir noch die ueberiggebliebenen Lebensmittel unter das Volk. Einige Studenten sollen sich ja von den geschenkten Resten noch wochenlang ernaehrt haben.
In der Abschlussrunde gab es viele zufriedene Gesichter, und auch wir vom Kuechenteam sind uns einig: Das Wochenende war prima, das Haus war auch toll, auch wenn wir hauptsaechlich die Kueche gesehen haben, und wir wuerden auch gerne noch einmal fuer euer leibliches Wohl sorgen. Es hat uns grossen Spass gemacht, und war vor allem eines: Sehr lecker!

Jan und ich starteten vom Naturfreundehaus noch zu einer wunderschoenen Wanderung durch die winterliche Egge. Ueber den preussischen und den lippischen Velmerstot, mit Pause an der Silbermuehle, wanderten wir bis zu den Externsteinen. Dort war das ganze Tal verzaubert von einem Floetenspieler, der in einer Hoehlung in den Steinen sass, so dass sein Spiel ueber die ganze Freiflaeche vor den Steinen klang. Das war wirklich eine schoene Stimmung ueber dem halb zugefrorenen See. Nach einer kurzen Pause mit dem letzten Schluck heissen Tees gingen wir nach Horn-Bad Meinberg, wo wir auch direkt einen Zug nach Bielefeld erreichten. Insgesamt ein richtig tolles Wochenende!

Brain Machine im Spasshaus

“Kofferdöner mit Ciberbrille”

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Ich erweitere meine Zombiearmee!!

Nachtrag:
Und noch ein Video ist aufgetaucht, etwas spaeter am Abend und meine Zombiearmee hat ein weiteres Mitglied:
“Grinsedöner red-eyed”

Rabatz in Paderborn besetzt

Seit Sonntag, dem 30.9.07, 1:00 Uhr ist in Paderborn das Rabatz besetzt. Es wird ein Freiraum in Paderborn für Kunst, Kultur und Politik. Das neue autonome Kulturzentrum befindet sich an der Bahnhofstraße gegenüber der städtisch, kapitalistischen Kulturwerkstatt.
Bereits im Jahre 2005 gründete sich eine freie Kulturgruppe mit dem Ziel, einen Freiraum für unterschiedliche Kultur zu schaffen. Seit der Zeit wurde versucht, das alte Cargogebäude, das bereits im städtischen Besitz ist, über den offiziellen Weg bis zur anderweitigen Verwendung zu nutzen. Dies wurde immer wieder mit der Begründung abgelehnt, dass an diesem Ort noch mehr Parkflächen entstehen sollen. Bei den ersten Verhandlungen wurde von Seiten der Stadt behauptet, dass das Gebäude bis Herbst 2005 abgerissen werden wird. Auch eine Unterschriftenliste mit mehreren tausend Zustimmungen wurde ignoriert, obwohl seitens der Kulturbeauftragten der Stadt Paderborn ein Mangel an kulturellen Einrichtungen zugegeben wurde.Nun ist der 30.9.07 und es reicht! Das Gebäude wurde heute Nacht von der Kulturgruppe „Rabatz“ in Kooperation mit den Punkern des 575 besetzt.

Das Rabatz bietet nun Raum für nichtkommerzielle Konzerte. Bereits heute Abend spielen „Näxt Generation turbt“ und in den kommenden Tagen werden weitere Bands wie z.B. „RAFzahn“ und „tom sawya“ erwartet. Wenn Ihr uns mit Eurer Musik unterstützen wollt, meldet Euch.

Wir brauchen dringend Unterstützung. Kommt vorbei und bringt Sofas, Schlafsäcke, Tabak und Klopapier mit. Und vor allem, kommt schnell und zahlreich.

Weitere Infos und Kontaktadresse unter: http://www.rabatz.org

Das golden diskó ship

Jetzt weiss ich endlich, was das letzte Woche fuer ein komisches goldenes Schiff im Hafen von Reykjavík war.

Über golden diskó ship
the golden diskó ship is a golden ship rotting around in the harbour of reykjavík and it looks super. i filmed it. and i heard the story about these guys who wanted to escape the icyiceland and make it a party ship in the caribbean islands or something, so they painted it gold. but its still right there and i dont know more. hm.

“Quelle” (via classless Kulla)

Theresa Stroetges has toured extensively throughout Germany and Iceland where she has many fans.
Her stage persona was named after a golden ship found rotting around Reykjavik harbour.

Soso.

Packliste Island

1 Euro = 92 ISK
Guenstig Einkaufen bei Bonus in Reykjavik

Kram

* Tickets!!
* Tagebuch und Stift
* Buch
* Reisefuehrer
* Thermometer
* Taschenofen, Brennstaebe
* Thermoskanne
* Ziploc Bags
* Licht!
* Waschmittel!
* Draht
* Zahnseide
* Nadeln zum naehen, Sicherheitsnadeln
* duct tape
* Gummiband
* duennes Seil 150 m
* Tuetenklipse

Kleidung

Am Mensch

* Rucksack
* Wanderschuhe
* Trekking-Hose von Jan
* Merino-Waesche
* Wandersocken
* Langarmshirt
* Fleecepulli

Im Rucksack

* Schuh-Einlagen zum Wechseln (aus Rangers)
* 7 Paar Socken
* 7 Unterhosen
* 2 Unterhemden / T-Shirts
* Strumpfhose / Skiunterwaesche
* Fleece-Jacke
* Funktionsjacke
* Regenhose
* Trekking-Sandalen
* Buff
* Bikini
* Sport-BH
* Muetze + Schal + Handschuhe

Ausruestung

Nachts

* Ohr-Stoepsel
* Eva-Schaum-Matte
* Schlafsack + Seideninlett
* Muetze
* Augenblende
* Uhr mit Wecker
* Kissenhuelle Fleece

Tags

* Trekkingstoecke
* Rucksack
* Regenhuelle fuer Rucksack oder Muelltueten
* Taschenmesser
* GPS (von Sars) + Batterien!!
* Kompass
* Karten
* Tourenplanung
* AB-Paeckchen

Ham ham

Wasser

* Wassersack
* Sigg-Flasche

Kochen

* Kocher Snow Peak
* Gaskartuschen vor Ort
* Messer (Opinel)
* Besteck
* Thermoskanne
* Spueli + Schwamm + Geschirrtuch

Essen

* Milchpulver
* Nudeln
* Muesliriegel
* Teebeutel (hat H-Men?) + Kaffee

Se Bodi

Kosmetik

* 2 x Himbeer – 2 in 1
* Creme gegen Kaelte und Blasen
* Zahnbuerste (Zahnpasta hat Jan)
* Handtuch (klein) und Trekkinghandtuch (winzig)
* Deo
* Feuchte Tuecher 2*20 ~ 40
* 1 Rolle Not-Klopapier oder Taschentuecher (wasserdicht)
* Linsen und Brille und Linsentaeschchen am Koerper

Medizin

* Tape (Leukoplast)
* Hirschtalgcreme
* Fuss-Puder
* Aspirin
* First Aid Kit

Der ganze Plunder hat uebrigens ohne Zelt nur 12 kg gewogen.