Archive for the 'DIY' Category

Aller guten Dinge sind zwei!

Heute wurde ich auf http://www.monsterhoodies.com/ aufmerksam gemacht, und das koennte man sich ja mal ein bisschen abschauen. :) Wie aufregend es sein muss, sein Leben zwischen scharfen Zaehnen zu fuehren.
hoodie

Ausserdem entdeckte ich HubMed, ein Web-2.0-Interface fuer die wissenschaftliche Artikeldatenbank PubMed. Man kann damit bestimmte Artikelsuchen als RSS-Feeds abonnieren, so dass man sofort mitbekommt was es neues zu dem Such-Thema gibt. Als Dreingabe spuckt die Seite auch direkt BibTex-Daten des jeweiligen Artikels aus, und nicht im Medline-Format, wie in PubMed.
Das habe ich mir immer gewuenscht, und es gibt auch diverse Konverter von Medline nach BibTex, ich bin also nicht die einzige. Ich glaube, diese Entdeckung wird eine Welle der Zitierfreude nach sich ziehen. Zumindest bei mir. Zusammen mit CiteUlike ein Traumpaar. :D

Rabatz in Paderborn besetzt

Seit Sonntag, dem 30.9.07, 1:00 Uhr ist in Paderborn das Rabatz besetzt. Es wird ein Freiraum in Paderborn für Kunst, Kultur und Politik. Das neue autonome Kulturzentrum befindet sich an der Bahnhofstraße gegenüber der städtisch, kapitalistischen Kulturwerkstatt.
Bereits im Jahre 2005 gründete sich eine freie Kulturgruppe mit dem Ziel, einen Freiraum für unterschiedliche Kultur zu schaffen. Seit der Zeit wurde versucht, das alte Cargogebäude, das bereits im städtischen Besitz ist, über den offiziellen Weg bis zur anderweitigen Verwendung zu nutzen. Dies wurde immer wieder mit der Begründung abgelehnt, dass an diesem Ort noch mehr Parkflächen entstehen sollen. Bei den ersten Verhandlungen wurde von Seiten der Stadt behauptet, dass das Gebäude bis Herbst 2005 abgerissen werden wird. Auch eine Unterschriftenliste mit mehreren tausend Zustimmungen wurde ignoriert, obwohl seitens der Kulturbeauftragten der Stadt Paderborn ein Mangel an kulturellen Einrichtungen zugegeben wurde.Nun ist der 30.9.07 und es reicht! Das Gebäude wurde heute Nacht von der Kulturgruppe „Rabatz“ in Kooperation mit den Punkern des 575 besetzt.

Das Rabatz bietet nun Raum für nichtkommerzielle Konzerte. Bereits heute Abend spielen „Näxt Generation turbt“ und in den kommenden Tagen werden weitere Bands wie z.B. „RAFzahn“ und „tom sawya“ erwartet. Wenn Ihr uns mit Eurer Musik unterstützen wollt, meldet Euch.

Wir brauchen dringend Unterstützung. Kommt vorbei und bringt Sofas, Schlafsäcke, Tabak und Klopapier mit. Und vor allem, kommt schnell und zahlreich.

Weitere Infos und Kontaktadresse unter: http://www.rabatz.org

Argh-Treffen auf der Ludwigstein

Dieses Wochenende trafen sich viele Naehtanten und – onkel auf der Jugendburg Ludwigstein.
Die Zusammenkunft stand ganz im Zeichen des Argh, der bei besonders verzerrter Bruell-Musik herbeikommt und laut mitsingt.
Am Freitag wurde gegrillt und wir haben von den Pfadfindern an der Feuerstelle nebenan Tschai und Stockbrotteig bekommen, weil wir die Lieder aus aller Welt mitgesungen haben. Da fuehlt man sich wie zu Hause!

Am Samstag gab es einen Haekel- und Strick-Workshop, einen Photoshop-Workshop, einen Scrapbook-Workshop und einen Kurs im Schnittzeichnen. Ich habe Schnittzeichnen gelernt. Zwischendurch wurde viel fotografiert.
Abends gab es ein Buffet und wieder ein Feuer. Und Dr. Linsenstein hat eine Zombie-Armee mit Hilfe der Brain Machine rekrutiert.

Am Sonntag haben wir noch ein Girly-Eis gegessen und der freundliche Acid aus Paderborn hat uns zum Bahnhof gebracht. Zuvor wurde das Raetsel um Rumpens Namen geloest. Die Griechischen Buchstaben Rumpen (man stelle sich das auf Griechisch vor) werden naemlich nach bestimmten Regeln zusammengezogen, so dass tatsaechlich ein richtiger Name entsteht.
Die Ludwigstein ist immer wieder fein, auch nachdem mein letzter Besuch ungefaehr 10 Jahre zurueckliegt, fuehle ich mich sehr wohl, was natuerlich auch an der guten Gesellschaft der Naehenden lag. :)

Vier Rezepte und ein mysterioeser Vorfall

Beim “Geschenke aus der Kueche”-Swap habe ich meinem Wichtelopfer vier Dinge bereitet:

Lemon curd
Lemon Curd ist ein klassischer englischer Brotaufstrich/Suessspeise und eine Herauforderung an die Kochenden. Dieses Rezept habe ich von Juliet aus England gelernt.
Hierzu nimmt man am besten gut geschrubbte, ungespritzte Bio-Zitronen.
Man nimmt vier Zitronen, reibt die Schale mit einer feinen Reibe ab und loest das Fruchtfleisch aus den Zitronen (Achtung: Kerne noch mal heraussuchen).
Dann presst man den restlichen Saft aus und gibt Saft, Fruchtfleisch und abgeriebene Schale zusammen in eine Schuessel.
Die Schuessel ist am besten eine Edelstahlschuessel, denn diese muss nun ueber dem Wasserdampf in einem anderen Topf erhitzt werden. Dabei darf die innere Schuessel nicht das Wasser beruehren, sonst gerinnt der Curd.
Ausserdem fuegt man 125 g gewuerfelte, weiche Butter hinzu, 300 g Zucker und eine Prise Salz.
In der Schuessel ueber dem Dampf muss man die Zutaten gut verruehren, bis sich Butter und Zucker aufgeloest haben und fluessig sind. Ruehrt man nun noch einige Minuten weiter, beginnt die Masse langsam dicker zu werden und bekommt eine seidige Konsistenz. Sie kann nun wie Marmelade in Glaeser abgefuellt werden und haelt sich darin einen Monat.
Essen kann man lemon curd ganz traditionell zum Englischen Tee auf scones, oder auch auf hellem Toast. Oder sogar einfach so.

Melt-in-your-mouth-chocolate-cake
Dieses himmlische Kuchenrezept habe ich auch in England gelernt und die Leser meines England-Reiseblogs werden es schon kennen. Man nimmt 200g dunkle gute Schokolade und 200g Butter und schmilzt diese in der Mikrowelle oder in einem Topf. Dazu fuegt man 250 g Zucker und ruehrt sie ein, bis der Zucker geloest ist. Danach laesst man die Masse etwas abkuehlen und gibt 5 Eier hinzu, wobei man nach jedem Ei gut umruehrt. Zum Schluss wird noch 1 gehaeufter Teeloeffel Mehl vorsichtig eingeruehrt.
Den Teig gibt man in eine Form und backt ihn bei 200 Grad 20 – 25 Minuten lang (er kann in der Mitte ruhig noch weich sein).
Der Kuchen schmeckt am besten, wenn man ihn direkt in Frischhaltefolie und in den Kuehlschrank packt, und ihn eine halbe Stunde vor dem Essen herausnimmt.

Sahnebonbonlikoer
Dieses Rezept ist total einfach, und doch sehr lecker. Man nimmt eine Flasche Korn, gibt sie in ein geeignetes Gefaess und fuegt eine Packung Sahnebonbons hinzu. Das ganze stellt man zwei Tage abgedeckt an einen warmen Ort. Dann haben sich die Bonbons aufgeloest und man kann den Likoer noch mit etwas Kaffesahne verfeinern, kuehl stellen und dann geniessen.

Holunderbluetensirup
Holunderbluetensirup mache ich seit der Grundschule fast jedes Jahr. Wenn die Blueten da sind (April/Mai), muss man 25-30 grosse Dolden pfluecken.
Dann schneidet man eine oder anderthalb Zitronen in Scheiben. In einem Kochtopf kocht man dann 1 kg Zucker und 1 l Wasser auf, bis sich der Zucker geloest hat, und der Sirup kurz aufgekocht hat. Diesen Sirup giesst man nun ueber die Blueten und die Zitronen und laesst das ganze ueber Nacht ziehen. Am naechsten Tag kann man den Sirup filtern und in frisch gespuelte Glasflaschen fuellen. Wenn man diese bis zum Rand voll macht (ohne Luftblase), haelt sich der Sirup mehrere Monate.

Nun zum mysterioesen Vorfall. Der mysterioese Vorfall ereignete sich bei der Post.
Das Paket kam beim Empfaenger aufgerissen und wieder zugeklebt an, und der Lemon Curd war weg. :shock:
Wenigstens hatte der Raeuber Geschmack.